SCHEIBLINGEDER Presse
Die Wahrheit aber, die liegt irgendwo da draußen ...
"Salzburgs verlässlichste
Rock-'n'- Roll-Konstante ..." (SN,
12.12.2002)
"Scheiblingseder,
die Salzburger Rolling Stones ..." (Stadt:Leben, 12/98)
"... die einzig wahre Salzburger Rockband - Scheiblingseder..."
(SN, 19.12.98)
" Scheiblingseder ... ein
wahrhaftiges Rock-Phänomen" (SN, 7.12.02)
„Das Erfolgsrezept der "Local Heroes" ist einfach:
qualitätvolle Klassiker der Rockgeschichte - von den Stones bis zur "Neuen
Deutschen Welle" -,die in die Beine gehen, keine Computer auf der Bühne,
dafür aber viel Schweiß.
Dazu kommt noch ein
gutes Stück politisches Engagement.“ (Der Standard, 25.08.2000)
"Scheiblingseder sind ein Unikat in der heimischen Musiklandschaft. Sie
hätten das Zeug zu einer Weltband gehabt" (Anm.: ...hää, sind sie das
nicht?, meint da Karl Scheiblingseder) (Christian Weingartner, SN, 7.12.2000)
SALZBURGER NACHRICHTEN
12. Dezember 2005
Und ewig singen die Buben
Scheiblingseder, mythisch verklärte
und ewig verehrte Rockband, feierte am Samstag in der ARGEKultur ohne Schwäche
25. Geburtstag.
BERNHARD FLIEHER Wenn ein
Bürgermeister und ein Stadtrat einer Rockband mitten im Konzert eine Gitarre
schenken, macht das misstrauisch, Ist die Welt so viel besser geworden, dass
offizielle Würdenträger, dem Rock ihre Referenz erweisen müssen? Draußen ist
sie es nicht. Aber hier herinnen in der ARGEKultur spielt das keine Rolle.
Scheiblingseder-Konzerte sind bestens besuchte Familienfeste, bei denen der
Soundtrack von früher zum Schwitzen bringt. Die Familie gibt es seit 25 Jahren.
In dieser Zeit wurden manche halt Lehrer, Ministerialräte oder Bürgermeister.
Mittänzer sind sie geblieben. Rock'n'Roll will never die - egal aus welchem Amt
man in die erste Reihe zum Tanzen stürzt.
Scheiblingseder - mit den Urkräften
Harald Friedl, Horst Fischer und Peter Angerer; dem für Wolf Arrer gekommenen
Klaus Kircher und den (Stamm-) Gästen Roland Guggenbichler und Herbert
Könighofer, gestalten den Soundtrack für eine Generation, die gern noch einmal
ausflippt. Die Dröhnung heißt Erinnerung. So jung kommen wir nimma z'samm.
Immerhin liegt das letzte Scheiblingseder-Konzert auch schon wieder zwei Jahre
zurück. Und das nächste wird erst kommenden Advent stattfinden (wenn
überhaupt). Also muss jeder Takt genützt werden - "Shakin' All Over".
Der im Original von Johnny Kidd & The Pirates stammende Song gehört zum
Scheiblingseder-Songbook wie die Stones, The Who oder Eric Burdon. "Nur
Coverversionen" möchte man einwenden. Wer nur das hört, hört nicht richtig
hin. Scheiblingseder halten es mit Ernst Jandl. Er tue mit der Sprache so viel,
wie sie vertrage, sagte er. Scheiblingseder tun das mit Rocksongs. Dabei eignen
sie sich großes, ewiges Songmaterial an.
Manchmal geht das daneben (etwa bei
einer mit Orgel und Saxofon überladenen Version von "Cortez The
Killer" von Neil Young). Meistens aber bekommt, was längst seinen Platz in
den Geschichtsbüchern hat, hier eine Fußnote, die das Original in den Schatten
stellt (etwa U2s "One" oder Bob Seegers "Turn The Page").
Das gelingt so leicht und unterhaltsam, weil diese Herren keine Heilsbotschaft
verkünden, keine revolutionäre Idee vorantragen, keine Aufklärung stattfinden
lassen (wollen). Und damit haben Scheiblingseder die Quintessenz des Rock
aufgespürt. Der mag die Gesellschaft nachhaltig verändert haben und er mag auch
die beste aller Möglichkeiten sein, berühmt und/ oder reich zu werden. Alles
das ist aber nichts gegen seine rohe, emotionale Sprengkraft.
Scheiblingseder haben das erkannt,
ohne je wirklich ergründet zu haben, warum das so ist. Nachdenken tötet ohnehin
Dinge, die mit dem Bauch und dem Herz funktionieren müssen. Rock'n'Roll muss so
passieren. Das Gebotene kann dann selbst komponiert oder nachgespielt werden,
Hauptsache, es ist zu erkennen, dass es mit hemmungsloser Freude getan wird.
Scheiblingseder haben sich Mythen
und Legenden zu Nutze gemacht mit Buben-Freude, Schmäh und der Freude am
Musikanten-Dasein. Wären diese Herren nicht in festen Händen man müsste
annehmen, sie täten immer noch rocken, um Mädels zu bekommen. Die haben sie
aber ohnehin längst erobert. Niemand außer Scheiblingseder schaffte es, längst
erwachsene Frauen bei einer durchaus anhabigen AC/DC-Nummer wie "Whole
Lotta Rosie" zum Ausflippen zu bringen. Hier herinnen ist die Welt doch
besser.
http://www.salzburg.com/sn/05/12/12/artikel/1872306.html
(SN, Hauptausgabe, Kultur, 07.12.2000)
Quintessenz der Rockmusik
BERNHARD FLIEHER
Das Salzburger Rock-Phänomen
Scheiblingseder feiert diese Woche sein 20-Jahre-Jubiläum
"Wie findet man die Distanz und wie bewahrt man ruhig
Blut, um in einem akademisch akzeptablen Stil über etwas zu schreiben, das
einen trudeln, eiern und flennen lässt?", fragt Stephen Fry in seinem
Roman "Geschichte machen" (übrigens: lesen!). Was er auf Literatur
bezieht, gilt mir in ähnlichem Maß für den Rock 'n' Roll. Egal, ob es sich um
die majestätische Tiefe von AC/DC, das erhabene Dunkel von Black Sabbath, den
Aufruhr von Chuck Berry oder die Weite von Giant Sand handelt - es fährt, und
zwar "Mörder", ein. Irgendwo fehlt die kleine Hirnpartie, die tiefes
Gefühl kalt, technokratisch, umweglos in Richtung jener Zellen schickt, die
sich über Kraft und Herrlichkeit unterhalten können, als ginge es um
Aktenordner oder Dienstpläne.
Dabei geht es um Schweiß und Tränen. Um Bewegung in der
Lautstärke und um Emotion. All das bedienen Scheiblingseder, die zwar
"nur" ein lokales, aber immerhin ein wahrhaftiges Rock-Phänomen
geworden sind.
Seit 20 Jahren sind sie auf einem Feldzug, der der
Unterhaltung in gleichem Maße dient, wie der Befriedigung eigener Lust am
OEuvre der Rockmusik. Sie reisen durch Land und Geschichte und im Laufe der
Jahre begannen die Stationen, immer weiter auseinander zu liegen. Und doch
macht diese Salzburger Partie - Wolf Arrer, Peter Angerer, Horst Fischer und
Harald Friedl - es mühelos möglich, stets Anschluss zu finden, zurückzublicken,
sentimental zu werden, sich an Erinnerungen zu erfreuen oder (dadurch) ganz
einfach einen Abend lang ausgelassen zu feiern.
Das gelingt so leicht und unterhaltsam, weil diese Herren
keine Heilsbotschaft verkünden, keine revolutionäre Idee vorantragen,keine
Aufklärung stattfinden lassen. Und damit haben Scheiblingseder die Quintessenz
des Rock aufgespürt. Der mag die Gesellschaft nachhaltig verändert haben und er
mag auch die beste aller Möglichkeiten sein, berühmt und/oder reich zu werden.
Alles das ist aber nichts gegen seine Sprengkraft in Hinblick auf Emotionen.
Scheiblingseder haben das erkannt, ohne sich davon
vereinnahmen zu lassen und auch ohne jemals wirklich ergründet zu haben, warum
das so ist. Nachdenken tötet ohnehin Dinge, die mit dem Bauch und dem Herz
funktionieren müssen. Rock 'n' Roll muss so passieren. Das Gebotene kann dann
selber komponiert oder nachgespielt werden, Hauptsache, es ist zu erkennen,
dass es mit hemmungsloser Freude getan wird.
"Nur Coverversionen", drangen Wortfetzen eines
Konzertbesuchers einmal durch das vorweihnachtlich rauschende Rockhouse bis an
mein Ohr. Aber welche, guter Mann! Erstens werden die Songs aus der Kiste mit
der Aufschrift "Für immer und ewig" geholt. Zweitens sind die meisten
der Songs längst mit einer eigenen "Handschrift" versehen, mit dem
Gespür, sich das aus "Sky Pilot" oder "Like A Hurricane"
herauszuholen, was dann einen Scheiblingseder-Song (wenn auch nicht in der
urspünglichsten, reinen Schaffensform) macht.
Scheiblingseder haben sich Mythen und Legenden zu Nutze
gemacht, mit Männer-Freundschaft und Schmäh und freilich auch mit der Freude am
Musikanten-Dasein. Sie tun mit Freude "herrlich Unintelligentes", um
es in den Worten von Scheiblingseder-Sänger Harald Friedl zu sagen.
Live, Freitag, 8.12.: Kulturgelände Nonntal
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kunstfehler: 20 Jahre
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